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Basics für den Winter

Natürlich kaufen wir alle lieber schöne und teure Stiefel oder Kleider. Alles was eben irgendwie besonders ist. Dabei denkt man nur selten und sehr ungern an den praktischen Wert des neuen Kaufs. So häufen sich manchmal die hauchdünnen Röcke oder raffinierten Oberteile, während man im Alltag nicht weiß was man anziehen soll (daher kommt es eben, dass man trotz vollem schrank nichts zum anziehen hat).

Also brauchen wir Basics für den Winter! Etwa einen warmen Rolli oder ein praktisches Langarmshirt. So ist das nun mal! Solche Kleidung hat eben so ganz und gar nichts glamouröses…aber man braucht sie trotzdem. Und je mehr Basics man im Schrank hat, umso öfter kann man auch mal interessante Accessoires, Stiefel, oder Taschen kombinieren. Am besten einfach ein Shirt in jeder Farbe..;)

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Kaschmir – eine Region in Indien oder einfach nur Luxus Socken

Kaschmir ist ein ehemaliger Fürstenstaat im Himalaya und ist heute Teil von Indien, Paistan und der Volksrepublik China ( man hat ja schon oft vom Kaschmir Konflikt gehört). Kaschmir ist aber auch eine Wolle, die von der Kaschmirziege gewonnen wird. Kaschmir ist eine der wertvollsten und teuersten Naturtextilien und wird bei uns gerne für Herbst und Winterkleidung verwendet. Allerdings ist der kuschelige Stoff auch tatsächlich ziemlich teuer. Ein Kaschmir Pulli kann locker mal 100 Euro oder noch viel mehr Kosten. Die Preise sind da nach oben hin eher offen! Allerdings lohnt es sich auch Geld in Kaschmir zu investieren, denn der Preis ist meist schon gerechtfertigt. Kaum eine andere wolle ist so weich und anschmiegsam wie die Kaschmirwolle. Also ideal für die kalten Tage!

Wenn man sich allerdings nicht gleich einen 500 Euro Pulli kaufen will, kann man auch Kleidung kaufen, die nur zum Teil aus Kaschmir ist. Diese ist günstiger, dafür aber auch nicht von der gleichen Qualität. Dann vielleicht lieber eine Kaschmir Mütze oder ein Kaschmirschal. So einen gibt es schon für 30 Euro. Und am Hals ist man ja oft besonders empfindlich gegen kratzige Wolle. Auch ein kleines Luxus Highlight: Socken aus Kaschmir! Vor allem für uns verfrorene Frauen ist sowas an den Füßen Luxus pur!K socken

Die sogenannte „Übergangsjacke“

Mittlerweile kommt man um eine Jacke nicht drum herum. Heute war es sogar so kalt draußen, dass ich doch tatsächlich meine Winterjacke schon an hatte. Doch das ist vielleicht ein etwas extremes Beispiel. Denn schließlich ist ja doch erst September. Eigentlich kommt jetzt erst einmal die Hochsaison der sogenannten „Übergangsjacke“.

Übergangsjacken können ganz verschieden sein. Das Einzige was sie alle gemeinsam haben ist, dass sie für echten Winter nicht taugen. Eine Übergangsjacke kann eine schlichte Jeansjacke sein. Es kann aber auch eine Leder- oder eine Steppjacke sein.

Während sich Jeansjacken eigentlich seit Jahrzenten in den Kleiderschränken behaupten können sind andere Übergangsjacken auch eher „Eintagsfliegen“. Eine Jeansjacke hat auch fast jede Frau zu Hause. Kein wunder, denn die Jeansjacke strahlt absolut etwas Zeitloses aus. Man kann sie zu fast allem tragen (außer zu Jeans natürlich…wir sind ja schließlich nicht mehr in den 80ern) und mit dem simplen Schnitt kommen sie auch so leicht nicht aus der Mode.Jeansjacke

Fast zu zeitlos wie die Jeansjacke ist die Lederjacke. Wobei man hier sagen muss, dass die Leder- oder auch Wildlederjacke doch ein ziemliches Come Back gefeiert hat. So stark, dass man die Lederjacken schon fast wieder satt haben könnte. Aber ebenso wie die Jeansjacke ist auch die Lederjacke in den meisten Fällen irgendwie zeitlos und unendlich kombinierbar. Hier ein schönes Modell von Tom Tailor.Lederjacke Tom Tailor

Aber auch Steppjacken sind als Herbstjacke sehr beliebt. Allerdings eher bei der etwas älteren Generation. Steppjacken haben zwar auf ihre Art ebenfalls etwas zeitloses…aber irgendwie fehlt da auch meist der jugendliche Touch. Vielleicht müssten da aber auch einfach ein paar neue Schnittmuster her. Und wie man letzten Winter gesehen hat, ist die Steppjacke in Lackfarben ja anscheinend der große Renner (was ich zwar nie so ganz nachvollziehen konnte…aber gut…).

Bevor es allerdings draußen so richtig ungemütlich wird, sollte man demonstrativ auf allzu warme Jacken verzichten. Oft reicht ja auch schon ein warmer Pulli oder eine Weste. Auch ein Blazer über der normalen Kleidung kann als Übergangsjacke zählen. Dann vielleicht noch ein Schal dazu…et voilà, dass Übergangsoutfit ist perfekt.

Bei allen Arten von Übergangsjacken ist allerdings eine Sache besonders wichtig: das Wörtchen „Übergang“! Wenn nämlich irgendwann die Temperaturen sinken, sollte man die Übergangsjacken auch schnell mal im Schrank lassen! – Sonst lässt die Erkältung wahrscheinlich nicht lange auf sich warten!(at)

Jeder braucht eine Lieblingsjeans

Jeans gibt es schon seit Ewigkeiten und sie werden auch schon seit Ewigkeiten getragen. Der Klassiker ist nach wie vor die Levi’s. Oft denkt man bei Jeans auch an den wilden Westen. Und tatsächlich, da kommt sie auch irgendwie her. Auf Wikipedia habe ich folgendes zur Entstehungsgeschichte, beziehungsweise der Entstehung des Begriffs „Jeans“ gefunden: Der Ursprung waren Hosen aus Baumwolle, die aus der Gegend um die italienische Stadt Genua in die USA kamen. Aus der französischen Form des Städtenamens „Gênes“ machte die amerikanische Umgangssprache den Begriff „Jeans“. Levi Strauss, der in Franken geboren wurde und als Auswanderer 1847 nach San Francisco ging, fertigte für Goldgräber robuste Arbeitsbekleidung, die „Gênes“ aus dem Stoff „Serge de Nîmes“ (Gewebe aus der Stadt Nîmes), kurz Denim Jeans.Jeans 1Jeans sind einfach DAS „all time – must have“! Jeans werden auch an sich niemals aus der Mode kommen. Und ein schönes Paar blue Jeans sind einfach fast überall einsetzbar und zu allem Möglichen kombinierbar! Man kann sie mit Turnschuhen tragen oder Mit High Heels. Man kann sie im Sommer und im Winter tragen. Man kann sie mit einem schicken Oberteil kombinieren oder einfach einen schlichten Pulli dazu wählen. Es gibt sie knall eng und etwas weiter und bequemer.

Schon seit längerem trägt man vor allem Hüfthosen. Vor einigen Jahren kamen dann so langsam (wieder) die Röhrenjeans in Mode. Obwohl sich wohl einige Frauen erst mal ernsthaft Gedanken über ihre Oberschenkel hätten machen sollen, bevor sie sich in eine enge Röhre quetschen, schien auf einmal wirklich jede begeister von dem neuen/alten Trend. Röhrenjeans passen wunderbar zu hohen Schuhen , aber auch zu Sandaletten oder Ballerinas.Jeans 2Seit einiger Zeit hat sich wieder ein neuer Jeans Trend eingestellt! Diesmal wieder die etwas weitere Form. Mit etwas Schlag aber auch schon an den Oberschenkeln eher weit geschnitten. Doch egal welche Form und welches Schnitt gerade angesagt ist, es gibt einfach Jeans Labels die immer coole Jeans machen. Die Klassiker kennen wir ja allen. Aber es gibt Marken, die sind nicht unbedingt für ihre Jeans berühmt. Eine davon ist die Marke Only! Jeans 3Die machen natürlich alle möglichen Klamotten (und die sind auch schön) – aber die Jeans sind einfach unschlagbar! Vor allem wenn man gerne enge Hüfthosen trägt! (at)

Nachlässigkeit beim Business Look

Im Berufsleben kommen viele nicht drum herum sich einem gewissen dress code zu unterwerfen. Jeden Tag sieht man zu rush hour Zeiten massenweise Menschen die ganz offensichtlich nicht mit Jeans und Turnschuhen in die Arbeit können. Natürlich ist der dress code von der Branche abhängig. Arbeitet man beim Radio, in einem lockeren Architekten Büro, oder als Erzieherin, kann man sich oft anziehen wie mal will (ein absoluter Luxus – meiner Meinung nach). Arbeitet man dagegen in einem Ministerium, einer Kanzlei, einer Unternehmensberatung o.ä., so hat man diese Freiheit nicht. Für Männer heißt das dann Anzug und Krawatte. Bei Frauen ist der dress code oftmals etwas lockerer. Da geht dann auch mal eine Stoffhose und ein Strickjäcken. Oder ein Rock mit Bluse. Und die (anscheinend) oft sehr lästige Krawatte bleibt den Fraue ja völlig erspart. Ein gutes  Beispiel für den Geschlechterunterschied konnte ich neulich bei einer Fernsehübertragung aus dem bayrischen Landtag feststellen. Es ging um einen Untersuchungsausschuss, der letzte Woche tagte. Während alle Männer mit dunklem Anzug und Krawatte unterwegs waren, war eine Frau ziemlich sommerlich gekleidet. Sie trug einen weißen Hosenanzug und ein rosa T-Shirt drunter. Damit stach sie natürlich ziemlich aus der schwarz-grauen Ministeriums Masse hervor. Trotzdem war sie – für eine Frau – förmlich genug gekleidet. Ein Mann im weißen Anzug wäre wohl nicht so ideal gewesIm Übrigen: ich habe festgestellt, dass gerade Politikerinnen oft mit gutem Beispiel voran gehen! Hier US Außenministerin Hillary Clinton und die französische Politikerin Ségolène Royal:Kostüm 2Kostüm 3

Allerdings führt dieser Spielraum beim weiblichen business Outfit oft zu Nachlässigkeit. Viele Frauen nutzen die Freiheit so weit, dass sie letztendlich gar nicht mehr dem business Look zuzuordnen sind. Grundsätzlich kann ich das gut verstehen – andererseits finde ich es auch schade. Schließlich gibt es auch für Frauen total schöne und trotzdem förmliche Hosenanzüge, bzw. Kostüme (hierfür muss man nicht mal so viel Geld ausgeben – bei HAllhuber oder Zara gibt es recht erschwingliche Modelle). Da kann man natürlich immer noch die Hose gegen den Rock austauschen. Und auch eine Bluse muss nicht unbedingt sein. Aber das Ganze sollte meiner Meinung nach schon noch als Kostüm erkennbar sein. Immerhin muss man als Frau ja keine Krawatte tragen!Kostüm 1 …ps: hier noch ein paar Kleidungstipps für business Frauen!(at)

Klassische Tracht vs. Mini-Dirndl

Titel: Klassische Tracht vs. Mini-Dirndl

Tag-Words: Oktoberfest, Wies’n, klassisches Dirndl, Minidirndl

Bald ist wieder die 5.Jahreszeit in München… des einen Freud des anderen Leid. Ich muss ja für mich persönlich sagen, dass ich in den letzten Jahren der Wies’n ein wenig abgeneigt gewesen bin. Aus genau zwei Gründen: zu voll und zu stylish!

Als waschechter Münchner kommt man ja quasi nicht um die Tracht drumherum. Finde ich per se gut, dass Dirnd’l, Leserhosen& Co in den letzten Jahren wieder fashionable geworden sind. Das war nicht immer so!!! Ja, ja ich werde alt – das merkt man bsdrs dann, wenn man den Satz mit „Es/das war nicht immer…“ oder „Damals…“ beginnt… ;-)

ABER wieso muss ich aus dem größten Volksfest der Welt auch noch die größte Modenschau machen? Die Dirndl werden immer kürzer, die Lederhosen immer komischer kombiniert und 3 Monate vor Beginn sprießen die Second-Hand Läden wie die Pilze aus dem Boden und schleudern mehr hässliche Modelle auf den Markt.

Ich finde die Mini-Mini-Dirndl wirklich schrecklich. Am besten noch mit Pumps oder Stiefeln, in grellen Farben und hässlichen Musterungen, mit Overknees… urgh. Das gelbe Modell ist das beste Beispiel dafür oder aber das Modell von C&A.

Derweil gibt es so schöne klassische Dirndl. Natürlich kosten diese auch einiges und ich kann verstehen, dass man für den einmaligen Besuch nicht so viel ausgeben möchte. Aber wenn man längerfristig in Bayern bleiben möchte und auch ein Fan des Oktoberfests ist, dann sollte man sich diese Investition schon echt überlegen. Denn gegen ein klassisches Dirndl kommen die neuen Mini-Mini-Dirndl einfach nicht an!!

Hier gefunden bei Loden-Frey, dem Münchner Traditions-Modegeschäft.

(vd)

Der Sommer sieht rot..

Nein, damit ist diesmal nicht das Wetter gemeint. Vielmehr die Farbe „ROT“. Ob in Los Angeles oder Berlin: Die Stars auf dem roten Teppich machen es uns vor: Dieses Jahr bekennt frau Farbe – und zwar gerne in der Signalfarbe Rot.

Die einen ziehen in feuerroten Kleidern die Blicke auf sich, andere wählen ein dezentes Weinrot. Je nach Hauttyp ist das auch eine gute Wahl, denn nicht jede kann ein knalliges Rot vertragen. Ich finde diesen Trend gut, denn er ist einmal mutig. Rot macht gute Laune und in Kombination mit schlichten Accessoires sind rote Blusen, Kleider, Pullis, Jacken und sogar Hosen voll der Hit.

Gesehen habe ich diese schönen Teile bei TopShop.

Man kann den Trend aber auch umdrehen, indem man einfach schöne rote Accessoires zu heller Kleidung trägt..

TopShop Görtz

Oder sein Outfit einfach durch geniale rote Schuhe aufpeppt…

Gerade Damenschuhe in verschiedensten Varianten und Modellen kann man nie genug haben. Rot als Eyecatcher ist darunter eine der schönsten Varianten – eben ein Klassiker!

(vd)

Die Geschichte der Mode: die Sandalen

Als ich heute meine Lieblings-Sommer-Sandaletten anzog, hab ich mir überlegt, wann man eigentlich zuerst auf die Idee kam, seine Füße mit Sandalen auszustatten und wie die ersten Formen der Sandalen so ausshen.

Die Sandale ist übrigens eine der ältesten Schuhgrundformen! In der späten Steinzeit banden sich Jäger Felle als Schutz um die Füße. Nach und nach entwickelten sich verschiedene Ausprägungen, je nach klimatischen und natürlichen Begebenheiten. Mal bestand sie aus einer Sohle aus Flechtwerk, mal aus Holz oder Leder, die mit einfachen Riemen über dem Rist oder zwischen den Zehen wie auch mittels eines Pflocks, urspr. aus Holz oder Knochen gehalten wurde.
Flechtsandalen

Übrigens waren die Sandalen überall auf der Welt verbreiten, wie z.B. diese in Peru ausgegrabenen Stücke aus dem 15. Jhd. beweisen:
Peru

Seit etwa dem 7 Jhd. vor Chr. gab es die sog. „Krepis“, einen Riemenschuh (Zwischenform zwischen Sandale und Schuh), dessen Sohle mit Nägeln beschlagen und der bis oberhalb der Knöchel umschnürt war. Solche „Römersandalen“ sind ja heute wieder in ähnlicher Form trendy! Die Ähnlichkeit ist, wie ich finde, doch sehr verblüffend, wenn man folgendes Ausgrabungsstück z.B. mit den aktuellen ara Schuhen vergleicht
schuh_roemisch

ara Römer

Zu den Sandalen gehören übrigens auch Flip Flops, die ursprünglich aus Ägypten und Japan stammen. Aus Japan sind ja vor allem die sog. „Geta-Sandalen“ bekannt, also Holzschuhe mit mindestens 2 Absätzen, die zu festlicher Kleidung und von Leuten mit höherem Status getragen wurden. Die zwei Absätze dienten dazu, die Füße sauber zu halten.
180px-Geta2

Übrigens: die erfolgreichsten Sandalen auf deutschem Gebiet waren die sog. „Wörishofener Sandalen“, die von Sebastian Kneipp erfunden wurden – auch bekannt unter dem Pseudonym „Jesuslatschen“. Also sexy ist was anderes… aber wer hat nicht schon mal zufriedene, haarige Männerfüsse darin gesehen ;-)
180px-Kneippsandale

Aber eins ist sicher: wenn in paar Hundert Jahren unsere Nachfahren mal unsere Schuhe ausgraben werden, werden sie sicher die crocs als eine weitere Entgleisung der menschlichen Zivilisation qualifizieren!
crocs

(spa)

Die Geschichte der Mode: der BH

Eigentlich könnte man meinen, der BH ist einfach nur eine logische Erfindung der natürlichen Bedürfnisse eines weiblichen Körpers. Aber dem ist nicht wirklich so. Erstens fällt einem auf, dass nicht in allen Gegenden dieser Welt Frauen BHs tragen (und dies nicht nur aus Armut), zweitens haben sich sowohl Gewohnheiten, Bewegungen als auch Anforderungen an den weiblichen Körper im Laufe der Zeit verändert.

Die ersten Formen des heutigen BHs entstanden in den griechischen Stadtstaaten wie Sparta. Dort war es nähmlich Frauen gestattet an Sportveranstaltungen teilzunehmen und so mussten sich die Frauen etwas einfallen lassen, damit der Busen nicht alle Bewegungen mitmachen muss ;-) was ja sehr unangenehm ist.
Antike

So sollen sich die Frauen damals den Busen mit Stoffstreifen abgebunden haben. Anscheinend fanden sie daran Gefallen und so banden sich Frauen in der Antike und im Mittelalter Leinen um die Brüste, um diese zu stützen.
Da sich aber unter den Leinen die Brustwarzen oft abzeichneten, fingen die Frauen an, Watte unter die Leinen zu stopfen, sodass irgendwann wattierte „Brustverbesserer“ aufkamen, die dem heutigen BH schon sehr ähnlich sahen.
19 jh
Der erste moderne BH wurde jedoch erst 1889 von der Französin Herminie Cadolle patentiert. Zwei Jahre später meldete der Deutsche Hugo Schindler sein „Gerät“ mit zwei an einem Gürtel befestigte Kappen, die oben mit Bändern befestigt wurden, an. BHs zu dieser Zeit bestanden z.B. aus zusammengeknüpften Taschentüchern und Männerhosenträgern, die sogar schon verstellbar waren. Der schwäbische Korsettmacher Wilhelm Meyer-Ilschen entwickelte 1904 seine „Bruststütze ohne Unterteil“ .
Als der BH das Mieder und das Korsett zur Zeit des Ersten Weltkrieges zu verdrängen begann, kamen parallel dazu auch Hüfthalter und Strapse auf. Anfang der 1930er Jahre wurden in den USA erstmals die noch heute bekannten Standardgrößen (A-, B- und C-Körbchen) eingeführt. Danach wurde der BH immer vielfältiger: verstärkte Körbchen, mit Fischbein-, später Metallbügel unterhalb der Schalen, wattierte BHs, Push-ups, BHs ohne Verschluss, Verschluss hinten oder vorne, Minimalizer, Bandeau-BH, Neckholder usw.

Wie andere Kleidungsstücken durchlief der BH eine Vielzahl von Moden: knabenhaft in den 1920er Jahren, rund in den 1930ern und spitz in den 1950er Jahren (man denke nur an Marilyn Monroe!!). Ab 1994, mit der Einführung des „Wonderbra“ oder „Push-Up“ und neuer Materialien, kam es zu einem neuen BH-Typ.

Übrigens variieren die Bedürfnisse und die Geschmäcker der Frauen, was sie unter T-Shirt und Co tragen, gewaltig auf der Welt. Dazu hat Neon einen sehr witzigen Artikel geschrieben. Was mich sehr erstaunt hat, ist, dass weltweit wohl nur ca. 30 % aller Frauen BHs tragen – aus den verschiedensten Gründen. Übrigens ist dort auch zu lesen, dass die meisten Frauen mit der BH-Auswahl nicht zufrieden sind und Schwierigkeiten haben, einen gut sitzenden BH zu finden. Deutsche Frauen geben übrigens an, BHs von Triumph, Schiesser und Passionata
zu schätzen.

Eine Kuriosität zum Schluss: Der größte Büstenhalter aller Zeiten wurde laut dem Guinness Buch der Rekorde, von der US-Amerikanerin Norma Stitz getragen. Er hatte die US-Größe 56 WW bzw. die fiktive internationale Größe 140 Z. Das entspricht einer Unterbrustweite von 142 cm und einem Brustumfang von 203 cm. Da kann man ja nur Mitleid haben…

(spa)

Die Geschichte der Mode: die Handtasche

Was würden wir alle nur ohne unsere Handtaschen machen? Wohin nur mit Gelbeutel, Kaugummis, Tempos, OBs, Handy, Puder und den unzähligen zerknitterten Kassenzetteln? Aber wie kam es denn überhaupt dazu, dass man/frau sich schicke Taschen um die Schulter hängen?

Während Männer heute immernoch zaghaft zu Männer-Handtaschen greifen, waren sie es, die im Mittelalter anfingen, Taschen aus Stoff oder Leder am Gürtel zu befestigen.
Gürtel
Im 15. und 16. Jahrhundert trugen auch Frauen Taschen, die an Ketten oder Riemen vom Gürtel herabhingen. Im 16. und 17. Jahrhundert kamen beutelförmige Taschen auf, galten aber als „unschön“ und wahrscheinlich wurde das ewige Herumbaumeln den Frauen damals zuviel, sodass sie anfingen, diese unter weiten Röcken zu verstecken, die durch einen Schlitz im Rock zu erreichen waren. Diese Art von Taschen – auch auf dem Unterrock aufgenäht – waren sehr lange üblich und sind bei Trachtenkleidern ja noch heute zu finden.
Tracht

Im 18. Jahrhundert gehörte der Pompadour zur modischen Bekleidung.
Das auch Ridikül genannte Accessoire war ein meist aus Seide genähter Beutel ohne festen Boden, der sich oben mit zwei Schnüren schließen ließ, die dann als Griff oder Schulterriemen dienten.
Pompadour

1846 wurde der Metallrahmen für Taschen erfunden, so dass beutelförmigen Vorgängerinnen der Handtaschen verdrängt wurden. Die Taschen mussten ebenfalls den Ansprüchen von Reisenden genügen, so dass strapazierfähige Varianten mit Tragegriffen und aus Leder aufkamen.

Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert wurde die Handtasche schließlich ein Accessoire für die Damenwelt.
acces

Nach dem 1. Weltkrieg war Leder knapp und teuer, so dass selbst bekannte Modehäuser sich mit Baumwollstoffen versuchten. Gleichzeitig nahm in den 1920er Jahren der Anteil der verwendeten synthetischen Materialien extrem zu. Der von den Transportsäcken der kanadischen Armee übernommene Reissverschluss wurde 1923 salonfähig. Einen modischen Höhepunkt erlebten die minimalistisch gestalteten Etui-Taschen (Pochette), die entsprechend ihren Vorbildern aus dem 18. und 19. Jahrhundert eine Klappe ähnlich einem Kuvert hatten. In Mode waren außerdem die altbekannten Taschen mit der von einem Rahmen bestimmten Form. Hinzu kamen exotisch aussehende Tanz-Täschchen sowie aus Metallgliedern gefertigte, unten zum Teil mit Fransen verzierte Netztaschen.

Im Laufe der 1930er Jahre wandelte sich das Taschen-Design allmählich, und die geometrischen Formen und Muster des Art Deco des Jahrhundertanfangs wichen wieder verspielteren Varianten. Dazu kamen verschiedene Schließtechniken, mit Bügel, Schnappschluss, Reissverschluss etc.
Weil sich jedoch nicht alle teuere Ledertaschen leisten konnten und die Kaufkraft der Bevölkerung sank, griffen die Hersteller auch immer häufiger auf Kunststoffe.
In der 1950er Jahren kamen aus den USA moderne Materialien wie Nylon, PVC und Kunstleder, die das Bild entscheidend mitbestimmen sollten. Eine andere Antwort auf die Lederknappheit waren die geräumigen, aus Stroh und Bambus bestehenden Korbtaschen aus Italien.
Ab den 1970er und 1980er Jahren begannen Modeschöpfer wie Schiaparelli, Pierre Cardin, Paco Rabanne, Yves Saint Laurent, Gianni Versace und Tom Ford neben ihren Prêt-à-porter-Kollektionen auch Handtaschen zu kreieren; Doch ihre Luxusmodelle aus seltenem Leder fanden nicht nur begeisterte Anhänger: Reptillederwaren dürfen seit dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen von 1976 nur noch mit einem Legalitätsnachweis gefertigt werden. Die Einschränkungen bei der Reptillederverarbeitung führte seitens der Lederwarenhersteller zur Entwicklung von Prägemethoden, die die Oberfläche von Rindsleder wie eine Krokodilhaut aussehen lassen.

Zur Zeit sind ja bunte, aus gebrauchten Lkw-Planen gefertigte, nicht ganz billige Schulter- und Umhängetaschen, trendy, die man sich im Internet auch noch selbst entwerfen kann. Ich find sie ja super stylisch.
LKW1
LKW2

Ich persönlich bevorzuge ja eher die einfachen Modelle aus Stoff oder eben Plane. Aber die kann man eben ja nicht zu jeder Gelegenheit tragen. Manchmal müssen die elegant sein oder stabil, oder es muss ein Laptop reinpassen. Deshalb schaue ich auch immer mehr auf Qualität von Handtaschen und leg auch mal gerne etwas mehr Geld auf die Ladentheke. Gute Qualität finde ich z.B. immer bei Handtaschen von der Friis Compay. Lustig ist ja, dass sicht mittlerweile die Notebook-Größen den gängigen Taschengrößen angepasst haben und es mittlerweile auch 10- bzw. 13 Zoll-Notebooks gibt. Das ist wirklich mal eine gute Sache!! Was aber wirklich noch eine Marktlücke ist, sind Handtaschen mit eingebautem Fundsystem, eine Art „Handtaschen-Navy“ oder „Taschen-Google“, wenn man in seinem Chaos mal wieder den Schlüssel nicht findet ;-)

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